Login
| Cannabis Medizin Allgemein |
|
|
|
| Geschrieben von: pocketbong | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Dienstag, 23. Juni 2009 um 15:19 Uhr | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Hanf (Cannabis sativa und indica L.) hat dank der ausschließlich in ihm enthaltenen Cannabinoide auch therapeutische Wirkung. Die Anfänge der Geschichte seiner medizinischen Verwendung liegen bereits 5000 Jahre zurück. Vor allem die beiden Cannabinoide Delta-9-Tetra-Hydro-Cannabinol (THC oder Dronabinol) und Cannbidiol (CBD) werden eingesetzt, wobei CBD zumeist für antiepileptische und antipsychotische Wirkungen verwendet wird.
Die therapeutische Anwendung kann oral oder in gerauchter Form erfolgen, wobei Dosis sowie Wirkung stark von der Einnahmeform abhängig sind. Meist wird zur Vermeidung unerwünschter Nebenwirkungen eine einschleichende Dosierung angewandt. Hanf kann ausgehend von der natürlichen Pflanze in Form von getrockneten weiblichen Blüten und eventuell auch der Blätter (Hanfkraut) oder von Haschisch, oder als synthetisch hergestellte Cannbinoide in Form von Gelatinekapseln (Marinol, Dronabinol) eingenommen werden. Weiters finden natürliche Hanfpräparate Verwendung in der Homöopathie. THC (und CBD) werden auf den folgenden Gebieten angewandt:
Tourette Syndrom Die Allopathie behandelt TS symptomatisch mit Neuroleptika und anderen Psychopharmaka, die jedoch nur sehr begrenzt wirken und häufig mit erheblichen Nebenwirkungen einhergehen. Bei viele Patienten hat die Einnahme dieser Medikamente keine Verbesserung der Lebensumstände zur Folge, sondern sie werden dadurch vielmehr "ruhiggestellt", um andere nicht mehr zu stören bzw. sich selber nicht mehr zu verletzen und/oder in Gefahr zu bringen. Werden diese Medikamente über einen längeren Zeitraum eingenommen, so können sie ihre Wirkung verlieren, was einen Rückschlag bedeutet. Ende der 90er Jahre publizierte die medizinische Fakultät Hannover die Ergebnisse einer Umfrage unter 47 Tourette-Patienten hinsichtlich ihrer Erfahrungen mit Nikotin, Alkohol und Hanf bezüglich ihres Einflusses auf die Tics. 7 % der Raucher (2 Personen) verspürten Verbesserungen durch Zigarettenkonsum. 69 % der Alkoholkonsumenten (24 Personen) erlebten zwar eine deutliche Verbesserung in Form von Verminderungen der sprachlichen und motorischen Tics, aber auch eine regelmässig eintretende Verschlechterung am nachfolgenden Tag für einige Stunden. 85 % der Hanfkonsumenten (11 Personen) berichteten von deutlichen Verbesserungen der Tics, ohne dass dabei unerwüschte Nebenwirkungen eintraten. Diese Umfrage bildete die Grundlage für eine Pilotstudie mit 12 Tourette-Patienten. Diese randomisierte doppelblind, placebokontrollierte, cross-over Studie, bei der eie Patienten einmalig mit delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) (5,0, 7,5 oder 10,0 mg) behandelt wurden, ergab, dass eine THC-Behandlung die Symptome für mehrere Stunden reduziert. Dabei wurden neuropsychologische Tests durchgeführt, die keinen Einfluß von THC auf kognitive Funktionen wie selektive und geteilte Aufmerksamkeit, Langzeit-, Kurzzeit- und visuelles Gedächtnis, Lernleistung, allgemeines Leistungsniveau, kognitive Verarbeitungsgeschwindigkeit, Reaktionszeit, Konzentration und Depression zeigten. Eine Folgestudie mit sechswöchiger Therapiedauer und mehr Patienten bestätigt die Ergebnisse. Es wurde das US-Präparat Marinol® verwendet.
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Zuletzt aktualisiert am Samstag, 19. September 2009 um 21:11 Uhr | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||








